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Bart
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Der Bart besteht aus Barthaaren und ist Teil der menschlichen Körperbehaarung. Meist verteilt sich die Wachstumszone der Barthaare um den Mund, am Kinn, an den Wangen und am vorderen Halsbereich. Die charakteristischen Eigenschaften der behaarten Bereiche sind im Artikel Haar detailliert beschrieben. Barthaare haben fĂŒr gewöhnlich einen dickeren Schaft, sind starrer und bleiben kĂŒrzer als das Kopfhaar.

Contents

‱ Biologie
‱ Bartformen
‱ Altertum
‱ Gegenwart
‱ Siehe auch
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Biologie

Das Barthaar ist in der Regel ab der PubertĂ€t des Mannes verbreitet und zĂ€hlt somit zu den sekundĂ€ren Geschlechtsmerkmalen. Ausgelöst wird der Bartwuchs durch das Androgen Testosteron. Sichtbares Barthaar bei Frauen bezeichnet man als „Damenbart“. Der Bartwuchs von Frauen beginnt unter UmstĂ€nden nach der Menopause (den Wechseljahren).

Bartwuchs ab der PubertÀt

Durch endokrine VorgĂ€nge im Körper beginnt am Ende der mĂ€nnlichen PubertĂ€t (im Alter zwischen ca. 14 und 18 Jahren) der Bartwuchs. In der Regel taucht zuerst ĂŒber der Oberlippe ein zarter Flaum auf, der zunĂ€chst weich ist, aber dann allmĂ€hlich hĂ€rter wird. Kurz darauf erscheint das erste Haar bei den Ohren, da dort der eigentliche Bartwuchs anfĂ€ngt. Etwas spĂ€ter sprießen die ersten Haare auch am Kinn, wo diese sich dann Richtung Hals ausbreiten. Zum Schluss greift das Haar noch auf die Wangen ĂŒber.

Erst jetzt spricht man von einem richtigen Bart, und fĂŒr ein nacktes Gesicht wird eine regelmĂ€ĂŸige Rasur erforderlich, jedoch dauert dies einige Zeit, da dieses Stadium erst ca. 4–5 Jahre nach dem ersten Erscheinen der Schambehaarung erreicht wird. Die StĂ€rke der Behaarung wird teils vom mĂ€nnlichen Hormon Testosteron sowie genetisch gesteuert, regelmĂ€ĂŸiges Rasieren hat darauf keinen Einfluss. Dennoch nehmen die Wachstumsgeschwindigkeit und die StĂ€rke des Bartes mit dem Alter aufgrund des steigenden Hormonniveaus zu und betrĂ€gt dann etwa 2,8 mm pro Woche.

Bartformen

Es gibt verschiedene Arten, BĂ€rte zu tragen, man spricht dabei von Bartformen oder Barttrachten. Die getragenen Formen unterscheiden sich nach Kultur, Moden und Epoche. Abgrenzungen sind nicht immer zuverlĂ€ssig möglich, da LĂ€ngenwachstum, das Zuwachsen bislang kahler Stellen oder die (gewollte oder ungewollte) Änderung der Wuchsrichtung von ZwirbelbĂ€rten sukzessive den Charakter und damit die Bezeichnung des Bartes Ă€ndern können.

BĂ€rte, die ausschließlich oberhalb des Mundes wachsen, werden als Schnurrbart oder Oberlippenbart bezeichnet. Eine Sonderform der SchnurrbĂ€rte stellen die ZwirbelbĂ€rte dar, deren Enden ĂŒber die Mundwinkel hinausreichen und dort kunstvoll gezwirbelt werden.

GĂ€ngige Bartformen sind:

| Bild | Bezeichnung | Beschreibung | Bekannte TrÀger |
|---|---|---|---|
| | Schnauzbart (auch: SchnĂ€uzer ) | dicker, buschiger Schnurrbart (entscheidend ist aber, dass sich der Bart weiterhin ausschließlich aus Oberlippenhaaren speist, sonst liegt ein dicker Mongolenbart vor) | Friedrich Nietzsche , Albert von Sachsen-Coburg und Gotha , Giacomo Puccini , Albert Einstein , Thomas Mann , Stefan Zweig , William Faulkner , Elias Canetti , Richard Strauss , Edward Elgar , Mahatma Gandhi , Josef Stalin , Wilhelm Keitel , Hjalmar Schacht , Neville Chamberlain , Anthony Eden , Edvard BeneĆĄ , Simon Wiesenthal , Martin Heidegger , Ferdinand Porsche , Georges Brassens , Willy Millowitsch , Willy Harlander , Tom Selleck , JĂŒrgen Möllemann , Manfred Lahnstein , Peter Struck , Dieter Zetsche |
| | Fliege (auch Graben -, Zweifinger- , Hitler- oder Chaplin-Bart ) | Schmaler Schnurrbart ausschließlich direkt unterhalb der Nase, beliebt in den 1920er-Jahren, seither wegen seiner ikonografischen Verbindung mit Hitler weitgehend geĂ€chtet. Entwickelte sich im 1. Weltkrieg aus dem Kaiser-Wilhelm-Bart (II), dessen gezwirbelte Enden in den SchĂŒtzengrĂ€ben zum besseren Sitz der Gasmasken gestutzt werden mussten. | Markgraf Philipp Wilhelm von Brandenburg-Schwedt , Adolf Hitler , Otto Frank , Ferdinand Sauerbruch , Charlie Chaplin , George Orwell (vor Ausbruch des 2. Weltkriegs), Wilhelm Pieck , Hermann Obrecht , Paul Chaudet , Genrich Jagoda , Jitzchak Schamir , Robert Mugabe , AbdalĂĄ Bucaram , Marcel Pilet-Golaz ; fiktive Figuren: Humbert Humbert (Lolita) [ 1 ] |
| | Bleistiftbart (auch: Menjou-BĂ€rtchen , Clark-Gable-Bart ) | dĂŒnner, eleganter Schnurrbart; hĂ€ufiges Attribut von Film-Bösewichten Bei VerlĂ€ngerung der Enden ĂŒber die Mundwinkel hinunter wird der Bleistift- zum Fu-Manchu-Bart (entscheidend ist aber, dass sich der Bart weiterhin ausschließlich aus Oberlippenhaaren speist, sonst liegt ein dĂŒnner Mongolenbart vor) | Francisco Franco , Clark Gable , Adolphe Menjou , Gustav Stresemann , David Niven , Errol Flynn , George Orwell , Rudolph Moshammer ; fiktive Figuren: Apu Nahasapeemapetilon |
| | Fu-Manchu-Bart | Langer, gezwirbelter Bleistiftbart (dĂŒnner Schnurrbart), dessen Enden seitlich des Mundes bogenförmig oder senkrecht nach unten abfallen: der Unterschied zum (dĂŒnnen) Mongolenbart ist, dass sich der Fu-Manchu-Bart ausschließlich aus (langem) Oberlippenhaar speist, die Stellen unterhalb des Mundes dagegen rasiert sind. | Filmfigur Fu Manchu |
| | DalĂ­-Bart | Langer, gezwirbelter Bleistiftbart (dĂŒnner Schnurrbart), dessen Enden seitlich des Mundes bogenförmig nach oben gedreht werden; dĂŒnner als der Kaiser-Wilhelm-Bart . Bei einer Variante ist ein breiteres StĂŒck um das Philtrum freirasiert. | Salvador DalĂ­ |
| | Kaiser-Wilhelm-Bart (II) | Langer, gezwirbelter Schnauzbart (dicker Schnurrbart), dessen Enden seitlich des Mundes bogenförmig nach oben gedreht werden; KrĂ€ftiger als der DalĂ­-Bart . Damit der Bart seine Form nicht verlor, trug man ĂŒber Nacht eine hinter den Ohren zu befestigende Bartbinde. Außerdem befeuchtete man ihn mit der vom Hoffriseur des Kaisers, François Haby , entwickelten Barttinktur der Marke Es ist erreicht , wonach der Bart seinen Namen Es-ist-erreicht-Bart erhielt, beliebt in den deutschsprachigen LĂ€ndern um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert | Henry Morgan , Kaiser Wilhelm II. (Namensgeber), Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich , Paul von Hindenburg , Ferdinand von Zeppelin , Henning Krautmacher , Ingo Lenßen , Horst Lichter |
| | [langer, an den Enden nach unten gebogener Schnauzbart] (struppige und/oder ungepflegte Varianten bezeichnet man auch als Walrossbart ) | Langer, gezwirbelter Schnauzbart (dicker Schnurrbart), dessen Enden seitlich des Mundes bogenförmig oder senkrecht nach unten abfallen; KrĂ€ftiger als der Fu-Manchu-Bart ; der Unterschied zum (dicken) Mongolenbart ist, dass sich dieser Bart ausschließlich aus (langem) Oberlippenhaar speist, die Stellen unterhalb des Mundes dagegen rasiert sind. | Otto von Bismarck , Theodor Fontane , Heinrich Schliemann , Paul Gauguin , Theodore Roosevelt , Heinrich George , Albert Schweitzer , Georges Clemenceau , Lech WaƂęsa , Wolf Biermann , GĂŒnter Grass , Janosch , Freddie Mercury , Heiner Brand , Danny Trejo , Ali Mitgutsch ; fiktive Figuren: Asterix und die meisten Gallier in den gleichnamigen Comics. |
| | Mongolenbart (auch: „ZuhĂ€lterbart“ oder „Hufeisen“) | Schnurrbart, der seitlich nach unten bis zum Rand des Unterkiefers verlĂ€ngert ist, Ă€hnlich Henriquatre , jedoch mit rasiertem Kinn; der Unterschied zu Ă€hnlichen SchnurrbĂ€rten ist, dass sich der Mongolenbart nicht nur aus Oberlippenhaar speist, sondern auch aus Haaren, die unterhalb der Mundwinkel wachsen. | Hulk Hogan , Luigi Colani , Gardner Minshew , König Ludwig II. von Bayern auf manchen Altersfotos |
| | Soul Patch | Unter der Unterlippe in verschieden starker LĂ€nge und Dichte | Howie Mandel |
| | Zappabart | Schnurrbart in Kombination mit einem Soulpatch ; verwandt mit dem Knebelbart und dem Balbobart (siehe jeweils dort) | Frank Zappa (Namensgeber), FĂŒrst Vlad. III (bekannt als Dracula) , HonorĂ© de Balzac , Guy de Maupassant , Robert Louis Stevenson , Karl May , König Ludwig I. von Bayern , FĂŒrst PĂŒckler , Frank Zander , Phil Jackson |
| | Kinnbart (auch Ziegenbart oder Goatee ) | Bart ausschließlich unterhalb des Mundes; Variation: „Petit Goatee“, wobei nur ein breiter werdender Streifen von der Unterlippe bis zum Kinn stehen gelassen wird. | Benjamin Disraeli , Henry Hoyt , William H. Hunt , Thomas Henry Carter ; fiktive Figuren: Uncle Sam , SandmĂ€nnchen (DFF) |
| | Knebelbart (auch: Musketier-, Van-Dyck oder Viktor-Emanuel-Bart) | Kombination aus Schnurr- und Kinnbart, wobei die Verbindung zwischen beiden (anders als beim Henriquatre) ausrasiert wird; beliebt im 17. Jahrhundert; verwandt sind der Zappabart und der Balbobart | Anthonis van Dyck , Cervantes , König Philipp III. von Spanien , König Philipp IV. von Spanien , Kaiser Ferdinand II. , Kaiser Ferdinand III. , KurfĂŒrst Friedrich V. von der Pfalz , Prinz Friedrich Heinrich von Oranien , KurfĂŒrst Georg Wilhelm von Brandenburg , Cornelis de Graeff , Gerrit van Honthorst , Diego VelĂĄzquez , Albrecht von Wallenstein , König Charles I. von England , Kardinal Richelieu , Kardinal Mazarin , König Gustav Adolf von Schweden , König Karl IX. von Schweden , König Ludwig XIII. von Frankreich , KurfĂŒrst Maximilian I. von Bayern , Kaiser Kangxi , Kaiser Napoleon III. , König Victor Emanuel II. , König Ludwig II. von Bayern , Kaiser Wilhelm II. (nach seiner Abdankung im niederlĂ€ndischen Exil), Heinrich Mann , Lenin , Walter Rathenau , Philipp Scheidemann , Buffalo Bill |
| | Henriquatre (auch: Bart der Könige genannt, Gewerkschafter- , Krieger- oder JĂ€gerbart , vulgĂ€rsprachlich Gesichtsmuschi oder KinderschĂ€nderbart [ 2 ] ) | Eine Kombination aus Schnurr- und Kinnbart, bei dem das Haar – anders als beim Knebelbart – eine vollstĂ€ndige Umrundung des Mundes bildet | Heinrich IV. von Frankreich (Namensgeber), Johannes Kepler , Raymond PoincarĂ© , Horst Ehmke , Walter Ulbricht , Roger Whittaker , Boris Becker , JĂŒrgen von der Lippe , Stefan Raab , Beppo Pohlmann , Klaus Havenstein , Brad Pitt , Kofi Annan , Abdulrazak Gurnah , Peter Harry Carstensen , Peter Rapp , Bernd Pischetsrieder , Harald Martenstein , Martin Sichert , Wolfgang Pauritsch ; fiktive Figuren: Bernd Stromberg , Homer Simpson |
| | Balbobart | Schnurrbart in Kombination mit einem Soulpatch UND einem Kinnbart ; verwandt mit dem Knebelbart und dem Zappabart (siehe jeweils dort) | Italo Balbo (Namensgeber), Leo Trotzki (Ende der 20er Jahre), Johnny Depp , Gil Ofarim |
| | Backenbart | Ein Bart, der von den Koteletten ausgeht und dann an den seitlichen Gesichtspartien verlĂ€uft, wĂ€hrend Kinn und Oberlippe rasiert werden; sehr beliebt Anfang des 19. Jahrhunderts . | Martin van Buren , SimĂłn BolĂ­var , Alexander Puschkin , William Makepeace Thackeray , CĂ©sar Franck , Charles Darwin , Gioacchino Rossini , NiccolĂČ Paganini , Jules Ferry , Carl Friedrich Gauß , E.T.A. Hoffmann , Georg Wilhelm Friedrich Hegel , Arthur Schopenhauer , Ralph Waldo Emerson , Karl Baedeker , Ernst Moritz Arndt , Claude Bernard ; fiktive Figur: Dagobert Duck |
| | Kaiser-Wilhelm-Bart (I) | Üppiger Vollbart, der am Kinn rasiert wird. | Kaiser Wilhelm I. (Namensgeber), Kaiser Franz-Joseph , Johann Strauss (Sohn) , Werner von Siemens , Ambrose Burnside , Miguel Grau Seminario , Robert Hartig , Lemmy Kilmister |
| | Schifferkrause (auch: Schiffer- , Friesen- oder Lehrerbart ; BartfrĂ€se ; Chin curtain , Chinstrap oder Donegal ) | Vollbart, jedoch ohne Bewuchs der Oberlippe und höheren Wangenpartie. Diese Bartform wird schon bei griechisch-antiken BĂŒsten zitiert; sehr beliebt auch bei den Amish People | Kaiser Nero , Abraham Lincoln , Peter Cooper , LeRoy Pope Walker , Richard Wagner , Georges-EugĂšne Haussmann , Rudolph Clausius , Wilhelm II. (Niederlande) , Adolph von Menzel , Paul „Ohm“ Kruger , Karl Radek , Alexander Solschenizyn , Alexander Mackenzie , Álvaro Pombo , Henry David Thoreau , Hoimar von Ditfurth , Herman Le Compte , Alvin Plantinga , Klaus Matthiesen , Hans Werner Sinn , Jean-Pierre Van Rossem , Edward Bates , Chabib Abdulmanapowitsch Nurmagomedow |
| | Dreitagebart | Besonders kurze Variante des Vollbarts (siehe dort), bei der das Barthaar auf ca. 1–2 Millimeter LĂ€nge zurĂŒckgestutzt wird. | Thomas Gottschalk , Til Schweiger , Volker Lechtenbrink , Leonardo DiCaprio , Wolfgang Kubicki , Robert Habeck , Albert II. von Thurn und Taxis |
| | Vollbart | Das Barthaar wird ĂŒberall stehen gelassen, wo es wĂ€chst; also eine Kombination aus Schnurr-, Kinn- und Backenbart. Die kurze Variante ist als Dreitagebart bekannt, die besonders lange als Rauschebart (siehe jeweils dort). | Albrecht DĂŒrer , Karl V. , Heinrich VIII. , Victor Hugo , Ignatius von Loyola , Giuseppe Verdi , Peter Tschaikowsky , Robert Koch , Rudolf Virchow , Edward VII. , Theobald von Bethmann Hollweg , Sigmund Freud , Max Weber , Reinhold Messner , Luciano Pavarotti , Placido Domingo , Kurt Masur , John Travolta , Mario Adorf , Michael Ende , Haile Selassie , Paul Breitner , David Beckham , Martin Schulz , Charles Michel , Manfred Weber , Christian Lindner , Anton Hofreiter , Jonas Kaufmann , JĂŒrgen Klopp , Conchita Wurst ; fiktive Figur: KĂ€pt’n Iglo |
| | Rauschebart | Besonders lange Variante des Vollbarts (siehe dort), bei der das Barthaar nicht zurĂŒckgestutzt wird. Traditionell hĂ€ufig bei Priestern und/oder Laien bestimmter religiöser Gruppen ( Christlich-orthodoxe Kirchen , Orthodoxes Judentum ) anzutreffen; im 19. Jahrhundert auch beliebt in Anarchistenkreisen ; schmale und akkurat getrimmte Varianten sind traditionell als HolzfĂ€llerbart bekannt und werden heute gerne in Hipsterkreisen getragen, die ihn mitunter nach dem Szene-Barbier Eric Bandholz als Bandholz bezeichnen. | Vasco da Gama , Leonardo da Vinci , Michelangelo , Tizian , Pieter Bruegel der Ältere , Karl Marx , Friedrich Engels , Michail Bakunin , FĂŒrst Kropotkin , Kurt Eisner , Charles Darwin , Johannes Brahms , Theodor Storm , Leo Tolstoi , Rasputin , Fjodor Dostojewski , Iwan Turgenew , Arthur Schnitzler , Herman Melville , Jules Verne , Claude Monet , Edouard Manet , Konrad Duden , Wilhelm Conrad Röntgen , Wilhelm Busch , Gottfried Keller , Prinzregent Luitpold von Bayern , Ernest Hemingway , Georges Moustaki , Ayatollah Chomeini , Fidel Castro , Bud Spencer ; fiktive Figuren: der Weihnachtsmann , Papa Schlumpf , Miraculix , Albus Dumbledore |
| | Tirpitzbart | Vollbart mit Oberlippenbart und Barthaare bis zu den Koteletten, unter dem Kinn ist der Bart recht lang nach unten reichend (ca. 20–30 cm) und mittig zweigeteilt nach links und nach rechts ausladend | Alfred von Tirpitz , Ludwig Ferdinand Wilhelmy , adelige Teilnehmer der 800-Jahr-Feier des Hauses Wettin 1889 in Dresden, Wilhelm Ernst Wölk , Wilhelm Joest |

LĂ€ngere BĂ€rte werden zuweilen am Kinn geflochten. SpektakulĂ€ren Ruf genoss insofern der in mehreren geflochtenen Zöpfen endende Bart des PiratenkapitĂ€ns Edward Teach („Blackbeard“), in den er sich bei Bedarf zusĂ€tzlich brennende Lunten einarbeiten ließ, um seine Opfer zusĂ€tzlich einzuschĂŒchtern. Bei dem dĂ€nischen König Sven Gabelbart teilte sich, gemĂ€ĂŸ mehrerer GemĂ€lde, ein lĂ€ngerer Vollbart symmetrisch in zwei HĂ€lften.

Der Milchbart ist hingegen nur eine Metapher fĂŒr einen sehr jungen Mann mit erstem Bartflaum und spielt spöttisch auf die deutlich sichtbaren MilchrĂ€nder an, die den Kindern beim Trinken auf der Oberlippe oder den Hautpartien um den Mund verbleiben.

Eisenbahnerbart ist die scherzhafte Bezeichnung fĂŒr spĂ€rlichen Bartwuchs („Jede Station ein Haar“).

Rasur und Schnitt

Die KĂŒrzung der Barthaare erfolgt ĂŒblicherweise mittels Rasur; hierbei ist der Zeitraum, in dem man sich rasieren muss, um sichtbare Behaarung zu unterdrĂŒcken, abhĂ€ngig vom Bartwuchs und kann zwischen mehrmals tĂ€glich und wöchentlich liegen. Verwendet werden Rasierapparate, Rasierhobel, Systemrasierer, klassische Rasiermesser und Wechselklingen-Rasiermesser. Ein weitverbreiteter Irrglaube ist, dass der Bartwuchs durch hĂ€ufigere Rasur stimuliert wĂŒrde. Dieser Irrglaube ist auf das subjektive GefĂŒhl zurĂŒckzufĂŒhren, welches beim Austreiben der sehr harten Bartstoppeln entsteht.

Die LÀnge der Barthaare kann betrÀchtlich werden. Den lÀngsten Bart trug seinerzeit Hans Langseth, ein 1927 in den USA verstorbener Norweger mit 5,33 m HaarlÀnge. Der Bart von Louis Coulon (* 1828) war Àhnlich lang.

Die Rasur kann entweder total erfolgen, wobei alle Barthaare entfernt werden, oder es werden ausgewĂ€hlte Teile der Gesichtsbehaarung stehengelassen oder nur gestutzt (geschnitten). Diese Form der Bartbehaarung bedarf, zum Erhalt, einer regelmĂ€ĂŸigen Bartpflege, dabei wird oft auch Bartwichse benutzt.

Kulturgeschichte

In frĂŒheren Zeiten sah man den Bart als Zeichen der Kraft und als Zierde der MĂ€nnlichkeit an, weshalb sich auch eine sorgfĂ€ltige Pflege entwickelte. Die Ansichten darĂŒber, was mit dem Bart zu geschehen habe, unterscheiden sich von Kultur zu Kultur betrĂ€chtlich; von der jeweiligen Norm abweichende Barttracht gilt oft als Zeichen von Ungepflegtheit oder Fremdheit. Hatte der Bart in der FrĂŒhgeschichte der Menschheit vor allem auch einen kultischen Charakter, der viele religiöse Komponenten besaß, ist er in der Gegenwart daneben vor allem in der sĂ€kularisierten westlichen Welt sowohl Ausdruck von IndividualitĂ€t als auch in bestimmten Formen Mode.

Altertum

Die Pharaonen des Alten Ägypten (auch, wenn sie Frauen waren) trugen einen Zeremonialbart als Zeichen ihrer virilen Omnipotenz.cite-ref-3[3] Dieser Zeremonialbart war aber eine kĂŒnstliche, stilisierte Attrappe; der natĂŒrliche Bartwuchs wurde rasiert. Die Barttracht war ein Zeichen der sozialen Distinktion und sollte Standesunterschiede in den alten Hochkulturen verdeutlichen.

Die Griechen waren bis zur Unterwerfung durch Alexander den Großen zumeist stolz auf ihre BĂ€rte, die nur zu AnlĂ€ssen der Trauer oder als Bestrafung rasiert wurden. Allerdings kamen in der klassischen Zeit die sogenannten „StrategenbĂ€rte“ auf, kurz gehaltene BĂ€rte, die nicht im Kampf störten. Mit der MachtĂŒbernahme durch die Makedonen wurde es in den oberen Schichten Sitte, sich zu rasieren.cite-ref-4[4] Aus dieser Zeit stammt das Sprichwort: Ein Bart macht noch nicht den Weisen. Denn Philosophen trugen auch noch zu Zeiten Alexanders langes Haupthaar und lange BĂ€rte.

Bis ins 3. Jahrhundert v. Chr. kannten die Römer die Rasur offenbar nicht. Mit der Kontaktnahme zur griechischen Kultur des Hellenismus wurde es auch hier ĂŒblich, sich zu rasieren. Scipio Africanus der JĂŒngere soll der erste Römer gewesen sein, der sich glatt rasierte.cite-ref-zeno-5-0[5] Zumindest in der Oberschicht setzte sich diese Sitte in Rom bald allgemein durch; dies Ă€nderte sich lediglich in den anderthalb Jahrhunderten zwischen Hadrian und Diokletian: Hadrian trug als Zeichen seiner Verbundenheit mit der klassischen, vormakedonischen griechischen Kultur einen Vollbart.cite-ref-6[6]cite-ref-7[7] Zwischen Hadrian und Caracalla waren daher fast alle Kaiser vollbĂ€rtig, die Soldatenkaiser bevorzugten dabei einen Dreitagebart. Zwischen Konstantin dem Großen und Phokas waren dann jahrhundertelang wieder fast alle Herrscher (mit wenigen Ausnahmen wie Julian Apostata) glattrasiert, da dies in der SpĂ€tantike als typisch römisch galt.

Die Bartmoden bei den Völkern außerhalb des römischen Imperiums sind nur teilweise ĂŒberliefert. Aus römischer Sicht war ein Vollbart neben einer Hose ein geradezu typisches Zeichen fĂŒr einen Barbaren. Einige persische Herrscher durchwirkten ihren Bart mit GoldfĂ€den. Tacitus berichtet in seiner Germania (98 n. Chr.):

„Das auch von anderen Völkern Germaniens selten und unter persönlichem Wagemut des Einzelnen Praktizierte hat sich bei den Chatten zur allgemeinen Sitte gestaltet: sobald sie herangewachsen sind, Haar und Bart wachsen zu lassen, und nur nach Tötung eines Feindes die angelobte und der Tapferkeit verpfĂ€ndete Tracht ihres Antlitzes abzulegen.“ (Tac. Germ. 31,1).cite-ref-8[8]

Zwar lĂ€sst sich die Behauptung römischer Autoren nicht bestĂ€tigen, dass Germanen stets lange BĂ€rte gehabt hĂ€tten, aber als sichtbares Zeichen von Initiationen wurde der Haartracht besondere Bedeutung zugemessen. Der Stammesname Langobarden, der ĂŒblicherweise von „LangbĂ€rte“ hergeleitet wird, könnte auf die Ă€ußerliche Unterscheidung von den Germanen zurĂŒckgehen.cite-ref-9[9]

Judentum, Christentum, Islam

Judentum

Das Alte Testament kennt zwei Gebote ĂŒber die Barttracht. In Levitikus 19, 27 heißt es (in der Übersetzung nach Luther, Bibeltext in der revidierten Fassung von 1984 (Deutsche Bibelgesellschaft)): Ihr sollt euer Haar am Haupt nicht rundherum abschneiden noch euren Bart stutzen. Dies richtet sich an alle Israeliten, und ist vor allem eine Ablehnung heidnischer Haar- und Barttrachten, die religiöse Bedeutungen hatten. Levitikus 21, 5 richtet sich an die Priester: Sie sollen auch keine Glatze scheren auf ihrem Haupt noch ihren Bart stutzen und an ihrem Leib kein Mal einschneiden. Auch hier ist der Hintergrund die Modifikation des Körpers im Kult der Heiden der damaligen Zeit, der u. a. auch TĂ€towierungen und gezielte Vernarbung beinhaltete. Ausgehend von diesen Versen haben sich im Judentum verschiedene Interpretationen herausgebildet, inwiefern sich ein frommer Jude rasieren und trimmen darf. Orthodoxe und ultraorthodoxe Juden tragen darum hĂ€ufig lange VollbĂ€rte und manchmal SchlĂ€fenlocken.

Christentum

Das Christentum kennt keine eindeutige Barttracht, vielmehr wechseln sich in der Zeit und in den Konfessionen unterschiedliche Traditionen und Deutungen ab, ob ein Mann einen Bart tragen muss oder nicht. WĂ€hrend der katholische Klerus ĂŒberwiegend glattrasiert ist, tragen zum Beispiel die Amischen als verheiratete MĂ€nner eine Schifferkrause. Mönchsorden haben zum Teil festgelegte Rasurzeiten.

Islam

Das Tragen eines Bartes (arabisch Ù„Ű­ÙŠŰ©, DMG liáž„yah, Plural: liងā oder luងā) im Islam wird im Koran selbst nicht erwĂ€hnt, jedoch wird in zahlreichen Ahadith darauf hingewiesen, dass der Prophet Mohammed selbst einen dichten Bart gehabt und den GlĂ€ubigen befohlen habe, sich einen ebensolchen wachsen zu lassen.cite-ref-10[10]cite-ref-11[11] Allerdings lĂ€sst die áž„adÄ«áčŻ-Literatur offen, ob das Stutzen des Bartes erlaubt und der Oberlippenbart, der im Islam nicht als Teil des Bartes verstanden wird, komplett abzurasieren ist. WĂ€hrend der Bart im Islam als Zeichen der Frömmigkeit galt und heute noch gilt, wurde er in sĂ€kularen Gesellschaften als Zeichen der RĂŒckstĂ€ndigkeit betrachtet und vom Tragen eines solchen abgeraten.

GrĂŒnde fĂŒr das Wachsenlassen des Bartes

Ein Grund fĂŒr das Wachsenlassen des Bartes ist, sich von den Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften zu unterscheiden, dies betrifft sowohl das Aussehen („lā tashabbahĆ«â€œ), als auch das Verhalten an sich („khālifĆ«...“). Dies ist auch einer der GrĂŒnde dafĂŒr, dass es Muslimen empfohlen ist, ihren Bart zu fĂ€rben; allerdings nur in rötlichen oder gelblichen Farbtönen, niemals in Schwarz. Außerdem wird im Islam das Tragen des Bartes als natĂŒrliche Veranlagung gesehen, des Weiteren als Zeichen der MĂ€nnlichkeit. Er stellt ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zwischen Frauen und MĂ€nnern dar und es sollte vermieden werden, sich als Mann wie eine Frau darzustellen und umgekehrt.

Entfernen des Bartes als Strafe

Abgesehen von den oben genannten Implikationen war das (zwangsweise) Abrasieren des Bartes als Bestrafung vorgesehen, sodass sein Verlust nicht nur als Verlust des Ansehens in Bezug auf MĂ€nnlichkeit und ReligiositĂ€t bedeutete, sondern Personen auch als Verbrecher identifizieren ließ. Dennoch gab es Sufi-Orden, die diese gesellschaftlichen und religiösen Konventionen konsequent missachteten, sogar umkehrten. Angehörige des Qalandar-Ordens rasierten ihre Köpfe, Augenbrauen und BĂ€rte, កaydarÄ«s rasierten – im Widerspruch zu den Anweisungen des Propheten und ließen ihre SchnurrbĂ€rte wachsen, wĂ€hrend sie ihre BĂ€rte abrasierten.cite-ref-12[12]

19. und 20. Jahrhundert

Der Bart war in Europa zu einer völlig sĂ€kularisierten Ă€sthetischen GrĂ¶ĂŸe geworden. Die Barttracht war der Mode unterworfen, die vom Herrscherhof ausging. So setzte Ludwig XIV. die Glattrasur als Standard, wĂ€hrend Heinrich IV. den nach ihm benannten Bart (siehe oben) popularisierte.

Intellektuelle trugen ihn als Zeichen der Kritik und der revolutionĂ€ren Gesinnung (siehe etwa Karl Marx, Pjotr Kropotkin oder Friedrich Nietzsche), wĂ€hrend Herrscher den bis ins 18. Jahrhundert verpönten Bart (Friedrich der Große etwa war glattrasiert) wiederentdeckten, um ihr Aussehen den einfachen Menschen anzupassen. Dadurch wurden sie ihrerseits Vorbilder fĂŒr loyale BĂŒrger, die Barttracht wieder nachzuahmen (siehe Kaiser Wilhelm I. und Kaiser Wilhelm II.).

Beginnendes 19. Jahrhundert: Der bĂŒrgerliche RevolutionĂ€r trĂ€gt Bart

Einen Höhepunkt fand der Bart im 19. Jahrhundert. In der Zeit der Revolutionen 1789 bis 1848 war der Bart zu einem Zeichen der VolksnĂ€he, aber auch des Radikalismus geworden. Friedrich Ludwig Jahn, der 1811 die deutsche Turnbewegung unter anderem mit der Zielsetzung initiierte, die Jugend auf den Kampf gegen die napoleonische Besetzung und fĂŒr die Rettung Preußens und Deutschlands vorzubereiten, propagierte den Bart, der im napoleonischen Frankreich aus der Mode gekommen war, als bewusste Abgrenzung von den französischen Besatzern. FĂŒr Jahn war die RĂŒckkehr zum Bart auch eine RĂŒckkehr zu verklĂ€rten mittelalterlichen Idealen.cite-ref-13[13] Wenige Jahre spĂ€ter trugen auch französische BĂŒrgerliche, die in Opposition zum rĂŒckwĂ€rtsgewandten Regime Charles X. standen, hĂ€ufig Bart.

EugĂšne Delacroix zeigte diesen Wandel in seinem ikonographischen GemĂ€lde Die Freiheit fĂŒhrt das Volk, das die BarrikadenkĂ€mpfe der Julirevolution von 1830 verewigte. Der Arbeiter am linken Bildrand ist noch bartlos, der mit ihm kĂ€mpfende BĂŒrger ist in nĂŒchternes Schwarz gekleidet, trĂ€gt Zylinder und Bart.cite-ref-14[14] Die Form des Barthaares signalisierte in Frankreich zunehmend die politischen Ansichten seines TrĂ€gers: WĂ€hrend konservative Royalisten glattrasiert waren, trugen Republikaner Koteletten und einen kleinen Kinnbart. Moderate Republikaner dagegen verzichteten auf den Kinnbart. Wer einen Knebelbart trug, signalisierte damit, dass er immer noch ein UnterstĂŒtzer Napoleons war. Liberale, die politisch zwischen moderaten Republikanern und Konservativen standen, bevorzugten den Schnurrbart. Der Vollbart dagegen blieb auf KĂŒnstler und politische Außenseiter begrenzt.cite-ref-15[15]

Der Schnauzbart wird zum Kennzeichen des Offiziers

Sogenannte Husarenregimenter, eine Truppengattung der leichten Kavallerie, wurden nach ungarischem Vorbild ab dem spĂ€ten 17. Jahrhundert allmĂ€hlich in weiten Teilen Kontinentaleuropas zum regulĂ€ren Teil des Heeresverbandes. Ihre Uniform griff europaweit Elemente der ungarischen Nationaltracht auf: FlĂŒgel- bzw. PelzmĂŒtze (Kolpak) oder spĂ€ter auch Tschako, eng anliegende Hosen und verschnĂŒrte Jacken (anfĂ€nglich der kurze Dolman, ab Mitte des 19. Jahrhunderts der waffenrockartige Attila) sowie pelzbesetzte Überjacken (Mente), die im Sommer ĂŒber die Schulter gehĂ€ngt getragen wurden. Die meisten Angehörigen solcher Husarenregimenter, die spĂ€testens seit den napoleonischen Kriegen in ganz Europa bekannt waren, trugen den bis zum Rand des Unterkiefers verlĂ€ngerten vollen Schnauzbart, den sogenannten Mongoleibart. Ein Oberlippenbart wurde jedoch zur ĂŒblichen Barttracht von Regimentsangehörigen.cite-ref-16[16]

In Großbritannien versuchte man 1830 das Tragen von SchnauzbĂ€rten auf die Angehörigen von elitĂ€ren Kavallerie-Regimentern wie den Life Guards, den Horse Guards und den Husarenregimentern zu begrenzen, musste aber schließlich nachgeben und allen MilitĂ€rangehörigen das Tragen eines Schnauzbartes erlauben. Eine Ă€hnliche Entwicklung gab es in Frankreich, wo ab 1833 alle MilitĂ€rangehörigen sich mit einem Schnauzbart schmĂŒcken durften. In Spanien dagegen war das Tragen eines Schnauzbarts bis 1845 auf Offiziere begrenzt.cite-ref-17[17] Um die Mitte des 19. Jahrhunderts trugen nahezu alle europĂ€ischen Kavallerieangehörigen sowie die meisten der regulĂ€ren Offiziere einen Schnauzbart. Die Barttracht wurde dermaßen ĂŒblich, dass Kavallerie-Angehörige, die noch zu jung waren, um einen beeindruckenden Schnauzbart zu haben, diesen sich anmalten.cite-ref-18[18] Er blieb aber in Teilen Europas eine aufs MilitĂ€r begrenzte Haartracht. In Bayern wurde 1838 eine Verordnung erlassen, die es Zivilpersonen unter Androhung von Arrest und einer zwangsweisen Rasur verbot, SchnauzbĂ€rte zu haben.cite-ref-19[19] Ein Ă€hnliches Verbot fĂŒr Nicht-Offiziere gab es von 1997 bis 2014 innerhalb der PolicĂ­a Nacional de Colombia.cite-ref-20[20]

Über das britische Königshaus wurde die Mode dann auch in hochadeligen Kreisen außerhalb des MilitĂ€rs populĂ€r. Der britische Prinzgemahl Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, seit 1840 Ehemann Queen Victorias, trug Schnauzbart und Koteletten und seine Haartracht beeinflusste die britische Oberschicht.cite-ref-21[21]

1830 bis 1850: Der RevolutionÀr trÀgt Vollbart

In weiten Teilen Europas unterstrich ein Zivilist bis etwa zur ersten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts, der auf eine Glattrasur verzichtete, seine von der Mehrheit abweichende politische Haltung. Ein Pariser Polizeireport aus dem Jahre 1840 lamentiert

„
 wir sehen mit Schmerzen viele Angehörige der Arbeiterklasse in Blusen, mit Bart und Schnauzbart, die offensichtlich mehr Zeit mit Politik als mit Arbeit verbringen, die republikanische Zeitungen und widerliche Pamphlete lesen, die einzig mit dem Ziel veröffentlicht werden, diese auf einen Irrweg zu fĂŒhren ...“cite-ref-22[22]

In Großbritannien waren es sogar zwei Gruppen, die mit ihrer Barttracht ihre Auflehnung gegen die bestehende Ordnung signalisierten. Neben Angehörigen der Arbeiterschicht trugen auch irische FreiheitskĂ€mpfer Bart. In Russland wollten slawophile Adelige, darunter Alexei Stepanowitsch Chomjakow, Iwan und Konstantin Aksakow, die in traditioneller russischer Kleidung und Barttracht 1849 vor dem nur mit dem militĂ€rischen Schnurrbart geschmĂŒckten Zar Nikolaus erschienen, damit ihre Kritik an einem zunehmenden westlichen Einfluss auf Russland und eine RĂŒckkehr zu traditionellen russischen Werten einfordern. Mit ihren VollbĂ€rten wollten sie an die russische Landbevölkerung und die russische Vergangenheit erinnern und die Barttracht der russisch-orthodoxen Geistlichkeit aufgreifen. Zar Nikolaus, Nachfahre von Zar Peter dem Großen, der TrĂ€ger traditioneller russischer BĂ€rte mit einer Bartsteuer belegte, dagegen sah in allen russischen Adeligen mit Vollbart Kritiker seiner Herrschaft. Er ließ nicht nur offiziell seinen Missfallen an solcher Barttracht erkennen, sondern machte auch klar, dass vollbĂ€rtige russische Adelige keine Ernennung in ein offizielles russisches Amt zu erwarten hĂ€tten.cite-ref-23[23]

Zweite HÀlfte des 19. Jahrhunderts: Auch der Vollbart wird salonfÀhig

Um 1850 waren alle Bewegungen, die dem BĂŒrgertum mehr Mitspracherechte einrĂ€umen sollten, in Europa weitgehend gescheitert. Die Barttracht verlor ihre politische Bedeutung und in der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts wurde Bart in unterschiedlicher Form in allen Gesellschaftskreisen aufgegriffen, ohne dass dies mit einer politischen Botschaft oder mit einer Zugehörigkeit zum MilitĂ€r verknĂŒpft war.

Der Sozial-Historiker Oldstone-Moore ist der Ansicht, dass den entscheidenden Anteil an diesem Wandel Charles Louis NapolĂ©on Bonaparte hatte, der nach jahrelangem Exil wĂ€hrend der Zweiten Republik von 1848 bis 1852 französischer StaatsprĂ€sident und von 1852 bis 1870 als Napoleon III. Kaiser der Franzosen war. Mit dem Staatsstreich vom 2. Dezember 1851 hatte der aus einer Volkswahl hervorgegangene PrĂ€sident eine Diktatur errichtet, die ein Jahr darauf in das Zweite Kaiserreich mĂŒndete.cite-ref-24[24] Charles Louis NapolĂ©on Bonaparte war nicht nur das erste bĂ€rtige französische Staatsoberhaupt seit dem 17. Jahrhundert. Sein Stil wurde auch in weiten Kreisen Frankreichs kopiert.

In Großbritannien war es der populĂ€re Entertainer Albert Richard Smith, der dem Vollbart den Anstrich von RespektabilitĂ€t gab. Der vollbĂ€rtige Smith trat zwischen 1852 und 1858 mehr als zweitausend Mal mit einer Inszenierung seiner Besteigung des Mont Blanc vor britischem Publikum auf. Mehr als eine halbe Million Briten sahen seine Show, darunter der britische Prinzgemahl, der diese 1853 sah, und Königin Victoria, die sich diese insgesamt drei Mal ansah und Smith zu PrivatvorfĂŒhrungen nach Osbourne und Schloss Windsor einlud.cite-ref-25[25] Oldstone-Moore nennt Smith einen Prototyp einer neuen MĂ€nnlichkeit: unabhĂ€ngig, tĂŒchtig, mutig und mit Bartschmuck.cite-ref-26[26] Sein Erfolg basierte nicht auf ererbten Reichtum oder anderen Privilegien, sondern allein auf Willenskraft. In der britischen Gesellschaft, die solche QualitĂ€ten in einem Mann schĂ€tzte, wurde der Vollbart zum Symbol dieser Eigenschaften.cite-ref-27[27]

Ein Ă€hnlicher Wandel vollzog sich in den Vereinigten Staaten von Amerika: Abraham Lincoln war der erste US-amerikanische PrĂ€sident, der mehr als nur Koteletten trug. Oldstone-Moore ist der Ansicht, dass Lincoln seine Barttracht sehr bewusst wĂ€hlte. Er verzichtete auf den Vollbart oder den großen Schnauzbart, wie er fĂŒr US-amerikanische GenerĂ€le charakteristisch war, und wĂ€hlte den Backenbart, wie ihn insbesondere Pfarrer trugen.cite-ref-28[28] Mehr noch als Lincoln war es jedoch der einflussreiche US-amerikanische Dichter Walter Whitman, der die VerknĂŒpfung Bart und MĂ€nnlichkeit in die US-amerikanischen Vorstellungswelt einfĂŒhrte.cite-ref-29[29] FĂŒr Whitman reprĂ€sentierte die Rasur Furcht und Flucht vor den HĂ€rten des Lebens. Der Bart dagegen stand fĂŒr einen Mann, der sich den Herausforderungen und Freuden des Lebens stellte.cite-ref-30[30] Jede Auflage seines Hauptwerkes Leaves of Grass zierte auch eine Fotografie, die einen vollbĂ€rtigen, einfach gekleideten und von der Sonne verbrannten Whitman zeigte. Der in den USA und in Großbritannien weit gelesene Dichter wurde zum Symbol einer modernen MĂ€nnlichkeit, die auf körperlicher VitalitĂ€t und Belastbarkeit sowie furchtlosem Verhalten basierte.cite-ref-31[31]

Erste HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts: Der moderne westliche Mann ist wieder glattrasiert

Die Rasur verbilligte und vereinfachte sich im Jahre 1901 durch die Erfindung des Rasierhobels durch King Camp Gillette. Mit diesem Wegwerfgegenstand konnte sich jeder Mann ohne großen Aufwand die tĂ€gliche Rasur leisten. Gilettes Erfindung gilt jedoch nur als Nutznießer einer Entwicklung hin zur Bartlosigkeit, nicht als Ursache dieses Trends.cite-ref-32[32] Im 19. Jahrhundert hatten Mediziner noch regelmĂ€ĂŸig argumentiert, dass ein Bart die Haut vor Sonne und Wetter schĂŒtze sowie Staub aus der Atemluft filtere. Seit Louis Pasteurs Entwicklung der Keimtheorie wurde dieses Argument zunehmend unhaltbar und mit Beginn des 20. Jahrhunderts mehrten sich Artikel in Zeitungen, Magazinen und medizinischen Fachzeitschriften, die den Bart mit der Übertragung von Krankheiten assoziierten: 1907 beispielsweise berichtete ein französischer Wissenschaftler, dass ein BarttrĂ€ger beim KĂŒssen Tuberkulose und Diphtherie-Erreger ĂŒbertragen könne. 1909 erschien in der medizinischen Fachzeitschrift Lancet eine Studie britischer Mediziner, die zu dem Ergebnis gekommen waren, dass glattrasierte MĂ€nner weniger hĂ€ufig unter ErkĂ€ltungen litten.cite-ref-33[33] Die Glattrasur des Gesichtes entwickelte sich entsprechend zum neuen Standard, der mit Jugend, Energie, Reinheit und VerlĂ€sslichkeit assoziiert war.cite-ref-34[34] BarttrĂ€ger wurden allmĂ€hlich wieder zu Personen, die außerhalb einer sozialen Norm standen. In Nordamerika war diese Entwicklung schneller zu beobachten als in Europa: Bereits 1907 schrieb die US-amerikanische Burlington Northern Railroad ihren Schaffnern Bartlosigkeit vor, das Los Angeles Police Department unterband 1915 die Beförderung von Polizisten, die noch Schnurrbart trugen.cite-ref-35[35] Nach dem Ersten Weltkrieg waren in der westlichen Welt die im vorigen Jahrhundert beliebten ausufernden Voll- und hochstilisierten BackenbĂ€rte weitgehend verschwunden.

Es wird hĂ€ufig argumentiert, dass das Erfordernis an die Soldaten, Gasmasken problemlos und schnell bei Gasangriffen aufzusetzen, den bis dahin beliebten Barttrachten ein jĂ€hes Ende setzte. Der Sozialhistoriker Oldstone-Moore hĂ€lt dies fĂŒr nicht zutreffend. Nach seiner Ansicht setzte bereits vor dem Ersten Weltkrieg ein Trend zur Glattrasur ein, und er weist darauf hin, dass in Großbritannien bereits vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges Angehörige des MilitĂ€rs immer wieder darum ersuchten, nicht mehr den obligatorischen Schnurrbart tragen zu mĂŒssen. 1915, im zweiten Jahr des Ersten Weltkrieges, sah sich der britische König George gezwungen, eine Ermahnung an die Truppenteile auszusprechen, die Rasurvorschriften, die den Schnurrbart vorsahen, einzuhalten. Erst 1916 gab der britische Generalstab nach und verzichtete auf diese Vorschrift, die zu Konflikten innerhalb der eigenen Truppe gefĂŒhrt hatte.cite-ref-36[36]

Oldstone-Moore nennt fĂŒr diesen Wandel der Normen zwei Beispiele: 1912 schien in der Oktoberausgabe des Pulp-Magazins All-Story Magazine erstmals eine Geschichte mit der fiktiven Gestalt des Tarzans als Protagonisten. Der unter Affen aufwachsende britische Adelige rasiert sich, um seine Zugehörigkeit zum Menschen zu unterstreichen:

„Zwar hatte er in seinen BĂŒchern MĂ€nner gesehen mit einer großen Menge an Haaren oberhalb der Lippe, auf den Wangen und am Kinn, aber trotzdem war Tarzan beunruhigt. Fast tĂ€glich benetzte er sein scharfes Messer und kratzte und schabte seinen jungen Bart weg, um dieses herabwĂŒrdigende Sinnbild des Affen loszuwerden. Und so lernte er sich zu rasieren – grob zwar und schmerzhaft, das ist wahr – aber doch effektiv.“cite-ref-37[37]

Oldstone-Moores zweites Beispiel ist der britische Offizier Thomas Edward Lawrence, bekannter unter seinem Spitznamen Lawrence von Arabien, der die Glattrasur auch nutzte, um sich von seinen arabischen VerbĂŒndeten abzusetzen, oder Wert darauf legte, selbst unter schwierigsten UmstĂ€nden sich tĂ€glich zu rasieren.cite-ref-38[38]

Gegenwart

Mit dem Aufkommen der Gegenkultur der Beatniks und der Hippies wurde der Bart in den 1960er-Jahren wieder modisch als Zeichen von IndividualitÀt und Querdenkertum. In den 1980er Jahren war der Oberlippenbart stark angesagt. In den 1990er und 2000er Jahren wurde der Drei-Tage-Bart beliebt. Im Sog der Hipster-Bewegung wurde der Bart, auch gerade als lÀngerer Vollbart, in der westlich-abendlÀndischen Kultur ab etwa 2010 mehr und mehr zu einem Mode-Accessoire.cite-ref-39[39]

Andere Kulturen

Im Sikhismus und in der Rastafari-Bewegung werden BĂ€rte aus religiösen GrĂŒnden getragen. Sadhus, hinduistische Wandermönche, lassen sich Haupt- und Barthaar stehen als Zeichen ihres asketischen Lebensstils.

Seit 1980 tragen Eishockey-Spieler wÀhrend der Playoffs so genannte Playoff-BÀrte.cite-ref-40[40]

BĂ€rte in der Literatur und Wissenschaft

Bereits der römische Kaiser Julian (331–363) verfasste eine ironische Skizze Misopogon (dt. „der Barthasser“). Aus der zweiten HĂ€lfte des 12. Jahrhunderts stammt eine ausfĂŒhrliche Abhandlung ĂŒber BĂ€rte, verfasst von Burchardus, Abt des Zisterzienserklosters Bellevaux in der Franche-ComtĂ©.cite-ref-41[41] Sie ist an die zisterziensischen LaienbrĂŒder gerichtet. Nach Auffassung des Autors waren BĂ€rte fĂŒr die ungebildeten, in der Landwirtschaft tĂ€tigen LaienbrĂŒder angemessen, nicht aber fĂŒr die Priestermönche.

Insbesondere in Zeiten, in denen noch einheitlichere Kleidungs-, Bart- und Haartrachtkonventionen herrschten als heute, konnte schon eine kurze ErwĂ€hnung der Barttracht zur Charakterisierung einer literarischen Figur beitragen. Ein Beispiel ist etwa Der Untertan im gleichnamigen Roman von Heinrich Mann, der durch seinen „katerhaft drohenden“ „Es-ist-erreicht“-Bart seine LoyalitĂ€t fĂŒr Wilhelm II. demonstriert. Auch in der ErzĂ€hlung Das EisenbahnunglĂŒck von Thomas Mann gehören die BĂ€rte zweier Protagonisten neben ganz wenigen anderen Accessoires zu den Attributen, die den „Herrn“, der sich ĂŒber öffentliche Vorschriften souverĂ€n hinwegsetzt, vom „Mann“, der in diesem Fall den Staat verkörpert, unterscheiden.

Redensarten

‱ Die Redensart Das ist (nur) ein Streit um des Kaisers Bart tut einen Streit als belanglos ab.
‱ Jemandem um den Bart gehen bzw. Honig um den Bart schmieren bedeutet, ihm zu schmeicheln.
‱ Barba non facit philosophum, neque vile gerere pallium („Ein Bart macht noch lange keinen Philosophen, auch nicht, einen billigen Mantel zu tragen“ nach Aulus Gellius).

Siehe auch

‱ Gescherter (heute ein Schimpfwort)
‱ Hypertrichose (Krankheit)
‱ Hirsutismus, AusprĂ€gung typisch mĂ€nnlicher Behaarungsmuster bei Frauen (Damenbart)

Literatur

‱ Frank Gnegel: Bart ab. Zur Geschichte der Selbstrasur. DuMont Reiseverlag, Ostfildern 1998, ISBN 3-7701-3596-2.
‱ Helmut Hundsbichler: Bart. In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 1. Artemis & Winkler, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1980, ISBN 3-7608-8901-8, Sp. 1490 f.
‱ Barbara Martin: Der bĂ€rtige Mann. Handbuch zur Geschichte des Bartes. Theater der Zeit, Berlin 2010, ISBN 978-3-942449-10-6.
‱ Christopher Oldstone-Moore: Of Beards and Men: The Revealing History of Facial Hair. The University of Chicago Press, Chicago 2015, ISBN 978-0-226-28414-9.
‱ Allan Peterkin: One Thousand Beards: A Cultural History of Facial Hair. Arsenal Pulp Press, Vancouver 2002, ISBN 1-55152-107-5.
‱ Jörg Scheller, Alexander Schwinghammer (Hrsg.): Anything Grows. 15 Essays zur Geschichte, Ästhetik und Bedeutung des Bartes. Franz Steiner, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-515-09708-6.
‱ Christina Wietig: Der Bart. Zur Kulturgeschichte des Bartes von der Antike bis zur Gegenwart. UniversitĂ€t Hamburg, Hamburg 2005 (Dissertation; online).

Weblinks

Commons

: BĂ€rte

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wiktionary: Bart

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Wikiquote: Bart

– Zitate

‱ Walt Whitman’s lost advise to America’s men: meat, beards and not too much sex. The Observer. 30. April 2016
‱ WofĂŒr sind BĂ€rte gut? Das sagen Evolutionsbiologen. National Geographic, 18. Februar 2021, abgerufen am 1. November 2022.
‱ Jörg Scheller: Avant-Bart. Eine frisierte Geschichte des Vollbarts in der Popmusik und in ihren Nischen. pop-zeitschrift.de, 2015.

Einzelnachweise

cite-note-11. Dieter E. Zimmer: Wirbelsturm Lolita: AuskĂŒnfte zu einem epochalen Roman. Rowohlt, 2008, ISBN 978-3-498-07666-5, S. 92 (google.de [abgerufen am 24. Oktober 2021]).
cite-note-22. Christina Maria Berr: Christoph Maria Herbst - Der Vollidiot aus dem Archiv. In: SĂŒddeutsche Zeitung. 11. Mai 2010, abgerufen am 13. Januar 2025.
cite-note-33. ↑ Christina Wietig: Der Bart. Zur Kulturgeschichte des Bartes von der Antike bis zur Gegenwart. UniversitĂ€t Hamburg, Hamburg 2005, S. 16 (Dissertation; online).
cite-note-44. ↑ Christina Wietig: Der Bart. Zur Kulturgeschichte des Bartes von der Antike bis zur Gegenwart. UniversitĂ€t Hamburg, Hamburg 2005, S. 21 (Dissertation; online).
cite-note-zeno-55. ↑ Bart. In: Brockhaus’ Kleines Konversations-Lexikon. 1. Auflage. Band 1: A–E. Brockhaus, Leipzig 1837, S. 186–187 (Digitalisat. zeno.org).
cite-note-66. ↑ Jörg FĂŒndling: Kommentar zur Vita Hadriani der Historia Augusta. (= Antiquitas / 4 / 3. Band 4.2). Habelt, Bonn 2006, OCLC 315036746, S. 1128–1131.
cite-note-77. ↑ Paul Zanker: Die Maske des Sokrates: Das Bild des Intellektuellen in der antiken Kunst. MĂŒnchen 1995, S. 206–221.
cite-note-88. ↑ Online-Ausgabe der Germania von Tacitus mit deutscher Übersetzung.
cite-note-99. ↑ Herwig Wolfram: Die Germanen. C.H. Beck, MĂŒnchen 2009, S. 17.
cite-note-1010. ↑ Sahih Muslim 259c - The Book of Purification - كŰȘۧۚ Ű§Ù„Ű·Ù‡Ű§Ű±Ű© - Sunnah.com - Sayings and Teachings of Prophet Muhammad (Ű”Ù„Ù‰ Ű§Ù„Ù„Ù‡ Űčليه و ŰłÙ„Ù…). Abgerufen am 22. Juli 2024.
cite-note-1111. ↑ Ist Rasieren des Bartes erlaubt oder ist Bart wachsen lassen pflicht? – Islam Fatwa. Abgerufen am 22. Juli 2024.
cite-note-1212. ↑ Fudge, Bruce, “Beard”, in: Encyclopaedia of Islam, THREE, Edited by: Kate Fleet, Gudrun KrĂ€mer, Denis Matringe, John Nawas, Devin J. Stewart. Eintrag auf Brill Online (Vorschau, abgerufen am 29. Januar 2024)
cite-note-1313. ↑ Oldstone-Moore: Of Beards and Men: The Revealing History of Facial Hair. Kapitel: Beards of the Romantic Imagination. Ebook-Position 2464.
cite-note-1414. ↑ Oldstone-Moore: Of Beards and Men: The Revealing History of Facial Hair. Kapitel: Beards of the Romantic Imagination. Ebook-Position 2515.
cite-note-1515. ↑ Oldstone-Moore: Of Beards and Men: The Revealing History of Facial Hair. Kapitel: Beards of the Romantic Imagination. Ebook-Position 2556.
cite-note-1616. ↑ Oldstone-Moore: Of Beards and Men: The Revealing History of Facial Hair. Kapitel: Beards of the Romantic Imagination. Ebook-Position 2686.
cite-note-1717. ↑ Oldstone-Moore: Of Beards and Men: The Revealing History of Facial Hair. Kapitel: Beards of the Romantic Imagination. Ebook-Position 2715.
cite-note-1818. ↑ Oldstone-Moore: Of Beards and Men: The Revealing History of Facial Hair. Kapitel: Beards of the Romantic Imagination. Ebook-Position 2689.
cite-note-1919. ↑ Oldstone-Moore: Of Beards and Men: The Revealing History of Facial Hair. Kapitel: Beards of the Romantic Imagination. Ebook-Position 2718.
cite-note-2020. ↑ Jeder darf einen Schnauzbart tragen. In: Frankfurter Allgemeine. 19. November 2014, abgerufen am 20. Januar 2025.
cite-note-2121. ↑ Oldstone-Moore: Of Beards and Men: The Revealing History of Facial Hair. Kapitel: Beards of the Romantic Imagination. Ebook-Position 2706.
cite-note-2222. ↑ Oldstone-Moore: Of Beards and Men: The Revealing History of Facial Hair. Kapitel: Beards of the Romantic Imagination. Ebook-Position 2731.
cite-note-2323. ↑ Oldstone-Moore: Of Beards and Men: The Revealing History of Facial Hair. Kapitel: Beards of the Romantic Imagination. Ebook-Position 2768.
cite-note-2424. ↑ Oldstone-Moore: Of Beards and Men: The Revealing History of Facial Hair. Kapitel: Patriarch of the Industrial Age. Ebook-Position 2869.
cite-note-2525. ↑ Oldstone-Moore: Of Beards and Men: The Revealing History of Facial Hair. Kapitel: Patriarch of the Industrial Age. Ebook-Position 2931.
cite-note-2626. ↑ Oldstone-Moore: Of Beards and Men: The Revealing History of Facial Hair. Kapitel: Patriarch of the Industrial Age. Ebook-Position 2939.
cite-note-2727. ↑ Oldstone-Moore: Of Beards and Men: The Revealing History of Facial Hair. Kapitel: Patriarch of the Industrial Age. Ebook-Position 2947.
cite-note-2828. ↑ Oldstone-Moore: Of Beards and Men: The Revealing History of Facial Hair. Kapitel: Patriarch of the Industrial Age. Ebook-Position 2830.
cite-note-2929. ↑ Walt Whitman’s lost advise to America’s men: meat, beards and not too much sex. The Observer, 30. April 2016; abgerufen am 2. Mai 2016.
cite-note-3030. ↑ Oldstone-Moore: Of Beards and Men: The Revealing History of Facial Hair. Kapitel: Patriarch of the Industrial Age. Ebook-Position 2955.
cite-note-3131. ↑ Oldstone-Moore: Of Beards and Men: The Revealing History of Facial Hair. Kapitel: Patriarch of the Industrial Age. Ebook-Position 3449.
cite-note-3232. ↑ Oldstone-Moore: Of Beards and Men: The Revealing History of Facial Hair. Kapitel: Corporate Men of the Twentieth Century. Ebook-Position 3471.
cite-note-3333. ↑ Oldstone-Moore: Of Beards and Men: The Revealing History of Facial Hair. Kapitel: Corporate Men of the Twentieth Century. Ebook-Position 3485.
cite-note-3434. ↑ Oldstone-Moore: Of Beards and Men: The Revealing History of Facial Hair. Kapitel: Corporate Men of the Twentieth Century. Ebook-Position 3449.
cite-note-3535. ↑ Oldstone-Moore: Of Beards and Men: The Revealing History of Facial Hair. Kapitel: Corporate Men of the Twentieth Century. Ebook-Position 3501.
cite-note-3636. ↑ Oldstone-Moore: Of Beards and Men: The Revealing History of Facial Hair. Kapitel: Corporate Men of the Twentieth Century. Ebook-Position 3436.
cite-note-3737. ↑ Edgar Rice Burroughs: Tarzan of the Apes, zitiert nach Oldstone-Moore: Of Beards and Men: The Revealing History of Facial Hair. Kapitel: Corporate Men of the Twentieth Century. Ebook-Position 3456.
cite-note-3838. ↑ Oldstone-Moore: Of Beards and Men: The Revealing History of Facial Hair. Kapitel: Corporate Men of the Twentieth Century. Ebook-Position 3429.
cite-note-3939. ↑ Manuel Brug: Ein schöner Bart kennt kein Geschlecht. In: Die Welt. 22. Mai 2014, abgerufen am 29. Dezember 2025.
cite-note-4040. ↑ watson.ch
cite-note-4141. ↑ R. B. C. Huygens (Hrsg.): Apologiae duae: Gozechini epistola ad Walcherum; Burchardi, ut videtur, Abbatis Bellevallis Apologia de Barbis. (= Corpus Christianorum, Continuatio Mediaevalis LXII). Brepols, Turnholti 1985. (mit einer Einleitung von Giles Constable zu BĂ€rten im Mittelalter).